Mit der Heimat im Herzen hinaus in die Welt

Hubert Burda mit Ehefrau Maria Furtwängler und seinen Kindern Elisabeth und Jacob bei seinem Geburtstagsfest in München © Michael Tinnefeld

Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 140 Stundenkilometern war der Empfang im wahrsten Sinne des Wortes stürmisch, als Hubert Burda Montagmorgen um elf Uhr in der Arabellastraße ankam, um sich an seinem 80. Geburtstag von Mitarbeitern und Weggefährten feiern zu lassen. Und auch das Programm des Festtags war bewegend: Besuch vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter, ein Ständchen des Vorstands, zwei Songs von Tochter Elisabeth, Gesang des BurdaForward-Chors, dazu ein herziges Video der Burda Bande und ein gemeinsames Essen mit den Mitarbeitern: Diese und andere Zutaten machten Hubert Burdas Geburtstagsfeier in München zu einem glanzvollen und sehr emotionalen Festakt. Hunderte Burda-Kollegen und zahlreiche Ehrengäste, darunter CSU-Ehrenmitglied Edmund Stoiber, Schauspieler Fritz Wepper, Komponist Eberhard Schoener und Ex-McKinsey-Chef Herbert Henzler, hatten sich im liebevoll umdekorierten Medienrestaurant und in der Burda Bar versammelt, um den Verleger an seinem runden Geburtstag zu würdigen. Als Unternehmer und Schöngeist, als Visionär und Vorbild, als Kamerad und Freund.

Bei seiner Ankunft wurde Hubert Burda im Foyer mit dem Sponsel-Marsch der beiden Tegernseer Buam begrüßt, seinen langjährigen Haus- und Hofmusikanten. Und der Verleger bekam ein Geschenk des Vorstands, an dem er sich jeden Tag in seinem Garten erfreuen kann: ein Kirschbaum aus Offenburg samt einer Gartenbank aus Badener Holz zum Verweilen. Ein Stück badische Heimat mitten in München – samt einem eingravierten Spruch, der Hubert Burdas Lebensphilosophie perfekt beschreibt: „Mit der Heimat im Herzen hinaus in die Welt.“

Bewegende Reden

Auf der Bühne begrüßte CEO Paul-Bernhard Kallen Hubert Burda und alle Gäste. Er würdigte den Verleger in seiner sehr persönlichen Rede als „disruptiven und innovativen Unternehmer“, der Bilder, Zusammenhänge und Chancen sieht, die andere nicht sehen. „Er erkennt Veränderungen und haarfeine Risse im Bestehenden, die ihm Chancen signalisieren. Er glaubt so stark an Bilder, dass er seine ganze Energie und seine Schaffenskraft einsetzt, um sie zu realisieren. Hubert Burda ist ein disruptiver Unternehmer und einer der erfolgreichsten der ganzen Republik. Und ohne seine Bodenständigkeit und seine Ordnung wäre er nie so erfolgreich geworden.“

Paul-Bernhard Kallen zitierte, unter Lachern im Publikum, die berühmte, vom Verleger auch gerne mal im Aufzug gestellte Frage: „Und was schaffen Sie eigentlich bei uns?“. „Dieses ‚was schaffen‘ treibt den Verleger ins Büro. Das sind sein Grundverständnis und seine Erwartungen an alle.“ Die andern zwei Fragen, die den Verleger beschäftigen würden, seien: „What’s news? – Und was heißt das für Burda?“ sowie „What’s the next big thing?“. Die Transformation vom deutschen Druck- und Verlagshaus zum internationalen Technologie- und Medienunternehmen sei einfach großartig. Paul-Bernhard Kallen drückte dem Verleger seinen ganz persönlichen Dank aus: „Sie waren in schwierigen Zeiten stabil und in leichten Zeiten fordernd. Ich wusste immer, wo Sie stehen und da standen Sie auch, wenn es stürmte.“

Dass Hubert Burda auch in jungen Jahren privat stürmische Zeiten durchleben musste und dabei stets die Ruhe bewahrte, betonte Ministerpräsident Markus Söder, der von Jacob Burda angekündigt wurde. Söder lobte die Verdienste des Verlegers und bewunderte Hubert Burda dafür, dass dieser trotz eines strengen Vaters immer seinen eigenen Weg gegangen sei: „Dazu gehört ein großer, starker Charakter. Die Idee, mit dem Focus den „Spiegel“ auf Augenhöhe herauszufordern, war eine tollkühne Idee und eine fantastische Leistung. Mein Respekt vor diesem Mut und dieser Kraft, das durchzuhalten.“ In puncto Digitalisierung habe der Verleger dem Freistaat einen großen Dienst erwiesen, weil er andere ermutigt habe, diesen Weg zu gehen. „Sie haben uns in der Politik damals alle inspiriert und Sie haben uns schon damals die Richtung gewiesen. Dass Bayern heute so ein digitaler Standort ist, lag daran, dass Sie Edmund Stoiber beeinflusst haben, der Digitalisierung dann zu einem großen Thema gemacht hat. Es gibt zwar keine Ehrenbürgerwürde für Bayern, aber wenn es die gäbe, Sie hätten sie verdient. Wir ehren heute nicht nur einen Medienmogul und Schöngeist, wir ehren auch einen bedeutenden Mann und einen guten Menschen.“

Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter würdigte Hubert Burda, der letztes Jahr immerhin zum Ehrenbürger Münchens ernannt wurde, für seine Verdienste und sein Engagement für die Stadt. Er habe für München viel getan. Für die Pinakothek, für die Glyptothek, für das Jüdische Zentrum am Jakobsplatz. „Und ohne Sie hätte München nicht diesen herausragenden Ruf als Medienstandort. Danke dafür! Wir sind stolz, Sie hier zu haben.“ Mit diesen Worten übergab er dem Verleger ein Geschenk: München in Form einer kleinen Weltkugel.

Berührende Auftritte

Ein musikalisches Highlight war das originelle Ständchen, das der Burda-Vorstand, Paul-Bernhard Kallen, Philipp Welte, Holger Eckstein, Andreas Rittstieg und Martin Weiss, dem Verleger darbot – angelehnt an Reinhard Meys „Über den Wolken“, kreativ umgedichtet auf Hubert Burda. Nicht nur der Gesang, auch das Outfit war perfekt – coole Pilotenbrillen inklusive. Unter der Leitung von Impresario Philipp Welte, der charmant durch das Geburtstagsprogramm führte, bekam der Chor stürmischen Applaus.

Danach hatte auch der BurdaForward-Chor in eigens bedruckten „The Good News Gang“-T-Shirts einen Auftritt mit einer umgedichteten Hymne auf den Verleger. Für einige Lacher sorgten auch die Mitarbeiter-Kinder aus der Burda Bande, die in einem dreiminütigen Video einen Tag im Leben von Hubert Burda nachgespielt hatten.

Besonders emotional wurde es, als Elisabeth Furtwängler ihrem Vater auf der Bühne gratulierte und einige Lieder vortrug. Ein Medley aus seinen Lieblingssongs von „Let it be“ über „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ bis zu „Volare“ und ein ganz persönliches Lied, das sie eigens für ihn geschrieben hatte. „Ich bin wahnsinnig stolz auf meinen Vater“, sagte sie. „Und er ist immer für mich da.“

Sichtlich gerührt bedankte sich Hubert Burda anschließend bei ihr, seiner Frau Maria und allen Gratulanten und gab seinen geschätzten Mitarbeitern einen wichtigen Rat für stürmische Zeiten mit auf den Weg: „Es gehört zum Leben dazu, dass man mal was auf die Schnauze kriegt. Wenn Sie was riskieren, können Sie verlieren. Aber es kommt dann darauf an, aufzustehen und weiterzumachen. Und es gibt ein Lied, das mir in meinen Krisen geholfen hat: ‚I am a rock, I am an island‘ von Simon & Garfunkel. Das habe ich so oft gehört, bis ich selber dieser Fels wurde und aus meiner eigenen Kraft überleben konnte. Und das war die Kraft der Imagination, die Kraft der Vorstellung. Und diese Energie, diese Kreativität spüre ich auch, sobald ich dieses Haus betrete. Das ist einfach das Schönste.“

Die Burda-Vorstände mit origineller Gesangseinlage © Michael Tinnefeld
Ministerpräsident Markus Söder © Sabine Brauer / BrauerPhotos
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter © Sabine Brauer / BrauerPhotos
Hubert Burda und Paul-Bernhard Kallen © Michael Tinnefeld
Philipp Welte, Holger Eckstein, Andreas Rittstieg und Edmund Stoiber © M. Tinnefeld
Lothar Strobach, Christa Maar und Eberhard Schoener © Michael Tinnefeld
Steffi Czerny und Robert Pölzer mit den Tegernseer Buam
Elisabeth Furtwängler, Jacob Burda und Maria Furtwängler © Michael Tinnefeld
Elisabeth Furtwängler bei ihrem Auftritt © Sabine Brauer / BrauerPhotos
Jacob Burda bei der Ankündigung von Markus Söder © Michael Tinnefeld
Patricia Riekel und Helmut Markwort © Michael Tinnefeld
Herbert Henzler, Jan Fleischhauer und Stephan Sattler © Sabine Brauer/BrauerPhotos
Hubert Burda mit seinem langjährigen Freund Fritz Wepper © Michael Tinnefeld
Zu den Feierlichkeiten waren hunderte Gäste zusammengekommen © Michael Tinnefeld
Der BurdaForward-Chor schenkte Hubert Burda ein Ständchen © Sabine Brauer / BrauerPhotos

Gratulationen zum Geburtstag

Verleger Hubert Burda

Mit Hubert Burda Media hat er eines der größten Medienhäuser Deutschlands aufgebaut, das mit vielfältigen Publikationen ein Millionenpublikum unterhält. Nun feiert Hubert Burda seinen 80. Geburtstag und zahlreiche Prominente, Politiker und Chefredakteure aus dem eigenen Haus gratulieren bei Focus Online dem Verleger zu seinem Wiegenfest. In folgendem Panorama sehen Sie eine Auswahl der Gratulanten:

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg

„Hubert Burda ist Badener durch und durch, auch wenn er eine zweite Adresse in München hat. Er ist offen und neugierig und man merkt ihm die badische Lebensfreude deutlich an. Deshalb freue ich mich immer, wenn ich ihn treffe. Als kluger Unternehmer zeichnet ihn seine visionäre Kraft aus, mit der er tief in die Gesellschaft hineinwirkt. Aus dem traditionsreichen Offenburger Druck- und Verlagshaus hat er einen Weltkonzern gemacht. Lieber Hubert Burda, von Herzen alles Gute zum 80. Geburtstag. Und frisch auf, wie es im Badnerlied heißt.“

Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident

„Herzliche Gratulation zu Ihrem 80. Geburtstag! Sie schreiben deutsche und europäische Mediengeschichte. Die Digitalisierung der Medienwelt haben Sie maßgeblich mitgestaltet. Dabei haben Sie immer weit über Ihr Unternehmen hinausgeblickt.“

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

„Verehrter Herr Burda, lieber Hubert, zu Deinem Jubiläumsgeburtstag gratuliere ich Dir ganz herzlich und wünsche Dir, auch im Namen der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, alles erdenklich Gute. Von ganzem Herzen sage ich: „Danke – Du bist ‚a Mensch‘!“

Im Jüdischen braucht es kein extra Adjektiv, um das auszudrücken, wofür selbst Goethe drei Worte brauchte: edel, hilfreich und gut. Das bist Du! Und ergänzen möchte ich: tatkräftig und großherzig, bewundernswert gebildet und klug, voller Witz und Esprit, couragiert und visionär und nicht zuletzt von einem umwerfenden Charme. Das soll noch lange so bleiben! Mazal tov – ad meah ve‘esrim! (Viel Glück – auf ein Leben bis 120!). Deine Charlotte Knobloch.“

Julia Klöckner, Bundeslandwirtschaftsministerin

„Ein Visionär, ein Vordenker in der Medienwelt wird 80: Herzlichen Glückwunsch, lieber Herr Burda! Burda: Ein Begriff. Ein Statement. Und ein gutes Stück deutscher Mediengeschichte in seiner ganzen Bandbreite. Stets im Wandel. Erst Print, dann Digital, jetzt Crossmedial. Mit Hubert Burda ist der Verlag zum Vorreiter geworden. Die Lektüre der Burda-Medien – das gehört nicht nur für uns Politiker dazu, um umfassend informiert zu sein. An ihnen kommt keiner vorbei, ob im Print oder online. Und ja, lieber Herr Burda, ich ärgere mich auch mal über Berichte in Ihren Formaten. Aber das muss so sein. Verantwortlicher Journalismus kennt nicht nur eine Richtung. Dafür stehen Sie seit vielen Jahren, das zeichnet Sie aus. An Geburtstagen wird die Person gefeiert und Ihr Tun gewürdigt – da reicht ein Tag gar nicht aus … Und so wünsche ich Ihnen zu Ihrem Ehrentag, einem runden zumal, Gottes Segen – bleiben Sie heiter und gesund!“

Anja Karliczek, Bundesforschungsministerin

„Hubert Burda ist ein großer Verleger, aber vor allem auch ein Mensch, der sich stark für unser Gemeinwesen engagiert. Mit der Felix Burda Stiftung hat Hubert Burda eine wichtige Organisation geschaffen, deren Ziel es ist, Fortschritte im Kampf gegen Krebs zu erreichen. Dieser Kampf gegen den Krebs eint uns, und wir setzen uns in der Nationalen Dekade gegen Krebs gemeinsam mit vielen anderen dafür ein, möglichst viele Krebsneuerkrankungen in Zukunft zu verhindern. Für dieses gesellschaftliche Engagement danke ich Hubert Burda von Herzen. Zum 80. Geburtstag wünsche ich ihm alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen.“

Sigmar Gabriel, Bundesminister a.D.

„Zu seinem 80. Geburtstag gratuliere ich Hubert Burda von Herzen und hoffe, dass er sich fröhlich im Kreis seiner Familie und Freunde feiern lässt. Denn das hat er wirklich verdient. Wenn ich Hubert Burda als eine der bedeutendsten Unternehmer- und Verlegerpersönlichkeiten bezeichne, wird mir sicher niemand widersprechen. Der promovierte Kunsthistoriker – daran darf man durchaus gerade deshalb erinnern, weil es nicht wenige überraschen dürfte – formte die von seinem Großvater 1903 in Offenburg gegründete Druckerei nach dem Tode seines Vaters 1986 zu einem der größten Medienkonzerne Deutschlands. Burda Moden, Bild+Funk, Bunte, Super Illu, die Computerfachzeitschrift Chip, Freundin und besonders das Nachrichtenmagazin Focus sind Marken, die heute wirklich jede und jeder hierzulande kennt. Focus Money, Focus Online, aber auch die soziale Plattform Xing seien als weitere Beispiele genannt.

Der Grund dieses so umfangreichen wie erfolgreichen Wirkens dürfte in Hubert Burdas Neugierde liegen. Sich nie mit dem Erreichten zufrieden zu geben, gerade das bislang Unbekannte ergründen und ausprobieren zu wollen, sind die herausragenden Eigenschaften der großen Unternehmerpersönlichkeit Hubert Burdas. Dazu gehörte auch, frühzeitig die Risiken und Chancen des digitalen Zeitalters zu erkennen.

Ich erinnere mich noch sehr gut an meinem Besuch der Digitalkonferenz DLD – eine Marke, die wohl nur unter ihm in seinem Haus entstehen konnte – in München im Frühjahr 2018. Er führte aus, dass angesichts der enormen Geschwindigkeit des digitalen Wandels und Entwicklungen wohl in 10 Jahren auch in seinem Unternehmen kein Stein mehr auf dem anderen mehr sein werde.

Mag sein! Wenn jedoch der Geist der Neugier und Aufgeschlossenheit, wie er von Hubert Burda vorgelebt wird, gegenüber heute noch Unbekanntem auch künftig wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie bleibt, wird sein Lebenswerk weiter erfolgreich bestehen und die Herausforderungen meistern! Sehr geehrter Herr Dr. Burda! Alles Gute zu Ihrem 80. Geburtstag!“