Mit der Heimat im Herzen hinaus in die Welt

Hubert Burda mit Ehefrau Maria Furtwängler und seinen Kindern Elisabeth und Jacob bei seinem Geburtstagsfest in München © Michael Tinnefeld

Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 140 Stundenkilometern war der Empfang im wahrsten Sinne des Wortes stürmisch, als Hubert Burda Montagmorgen um elf Uhr in der Arabellastraße ankam, um sich an seinem 80. Geburtstag von Mitarbeitern und Weggefährten feiern zu lassen. Und auch das Programm des Festtags war bewegend: Besuch vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter, ein Ständchen des Vorstands, zwei Songs von Tochter Elisabeth, Gesang des BurdaForward-Chors, dazu ein herziges Video der Burda Bande und ein gemeinsames Essen mit den Mitarbeitern: Diese und andere Zutaten machten Hubert Burdas Geburtstagsfeier in München zu einem glanzvollen und sehr emotionalen Festakt. Hunderte Burda-Kollegen und zahlreiche Ehrengäste, darunter CSU-Ehrenmitglied Edmund Stoiber, Schauspieler Fritz Wepper, Komponist Eberhard Schoener und Ex-McKinsey-Chef Herbert Henzler, hatten sich im liebevoll umdekorierten Medienrestaurant und in der Burda Bar versammelt, um den Verleger an seinem runden Geburtstag zu würdigen. Als Unternehmer und Schöngeist, als Visionär und Vorbild, als Kamerad und Freund.

Bei seiner Ankunft wurde Hubert Burda im Foyer mit dem Sponsel-Marsch der beiden Tegernseer Buam begrüßt, seinen langjährigen Haus- und Hofmusikanten. Und der Verleger bekam ein Geschenk des Vorstands, an dem er sich jeden Tag in seinem Garten erfreuen kann: ein Kirschbaum aus Offenburg samt einer Gartenbank aus Badener Holz zum Verweilen. Ein Stück badische Heimat mitten in München – samt einem eingravierten Spruch, der Hubert Burdas Lebensphilosophie perfekt beschreibt: „Mit der Heimat im Herzen hinaus in die Welt.“

Bewegende Reden

Auf der Bühne begrüßte CEO Paul-Bernhard Kallen Hubert Burda und alle Gäste. Er würdigte den Verleger in seiner sehr persönlichen Rede als „disruptiven und innovativen Unternehmer“, der Bilder, Zusammenhänge und Chancen sieht, die andere nicht sehen. „Er erkennt Veränderungen und haarfeine Risse im Bestehenden, die ihm Chancen signalisieren. Er glaubt so stark an Bilder, dass er seine ganze Energie und seine Schaffenskraft einsetzt, um sie zu realisieren. Hubert Burda ist ein disruptiver Unternehmer und einer der erfolgreichsten der ganzen Republik. Und ohne seine Bodenständigkeit und seine Ordnung wäre er nie so erfolgreich geworden.“

Paul-Bernhard Kallen zitierte, unter Lachern im Publikum, die berühmte, vom Verleger auch gerne mal im Aufzug gestellte Frage: „Und was schaffen Sie eigentlich bei uns?“. „Dieses ‚was schaffen‘ treibt den Verleger ins Büro. Das sind sein Grundverständnis und seine Erwartungen an alle.“ Die andern zwei Fragen, die den Verleger beschäftigen würden, seien: „What’s news? – Und was heißt das für Burda?“ sowie „What’s the next big thing?“. Die Transformation vom deutschen Druck- und Verlagshaus zum internationalen Technologie- und Medienunternehmen sei einfach großartig. Paul-Bernhard Kallen drückte dem Verleger seinen ganz persönlichen Dank aus: „Sie waren in schwierigen Zeiten stabil und in leichten Zeiten fordernd. Ich wusste immer, wo Sie stehen und da standen Sie auch, wenn es stürmte.“

Dass Hubert Burda auch in jungen Jahren privat stürmische Zeiten durchleben musste und dabei stets die Ruhe bewahrte, betonte Ministerpräsident Markus Söder, der von Jacob Burda angekündigt wurde. Söder lobte die Verdienste des Verlegers und bewunderte Hubert Burda dafür, dass dieser trotz eines strengen Vaters immer seinen eigenen Weg gegangen sei: „Dazu gehört ein großer, starker Charakter. Die Idee, mit dem Focus den „Spiegel“ auf Augenhöhe herauszufordern, war eine tollkühne Idee und eine fantastische Leistung. Mein Respekt vor diesem Mut und dieser Kraft, das durchzuhalten.“ In puncto Digitalisierung habe der Verleger dem Freistaat einen großen Dienst erwiesen, weil er andere ermutigt habe, diesen Weg zu gehen. „Sie haben uns in der Politik damals alle inspiriert und Sie haben uns schon damals die Richtung gewiesen. Dass Bayern heute so ein digitaler Standort ist, lag daran, dass Sie Edmund Stoiber beeinflusst haben, der Digitalisierung dann zu einem großen Thema gemacht hat. Es gibt zwar keine Ehrenbürgerwürde für Bayern, aber wenn es die gäbe, Sie hätten sie verdient. Wir ehren heute nicht nur einen Medienmogul und Schöngeist, wir ehren auch einen bedeutenden Mann und einen guten Menschen.“

Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter würdigte Hubert Burda, der letztes Jahr immerhin zum Ehrenbürger Münchens ernannt wurde, für seine Verdienste und sein Engagement für die Stadt. Er habe für München viel getan. Für die Pinakothek, für die Glyptothek, für das Jüdische Zentrum am Jakobsplatz. „Und ohne Sie hätte München nicht diesen herausragenden Ruf als Medienstandort. Danke dafür! Wir sind stolz, Sie hier zu haben.“ Mit diesen Worten übergab er dem Verleger ein Geschenk: München in Form einer kleinen Weltkugel.

Berührende Auftritte

Ein musikalisches Highlight war das originelle Ständchen, das der Burda-Vorstand, Paul-Bernhard Kallen, Philipp Welte, Holger Eckstein, Andreas Rittstieg und Martin Weiss, dem Verleger darbot – angelehnt an Reinhard Meys „Über den Wolken“, kreativ umgedichtet auf Hubert Burda. Nicht nur der Gesang, auch das Outfit war perfekt – coole Pilotenbrillen inklusive. Unter der Leitung von Impresario Philipp Welte, der charmant durch das Geburtstagsprogramm führte, bekam der Chor stürmischen Applaus.

Danach hatte auch der BurdaForward-Chor in eigens bedruckten „The Good News Gang“-T-Shirts einen Auftritt mit einer umgedichteten Hymne auf den Verleger. Für einige Lacher sorgten auch die Mitarbeiter-Kinder aus der Burda Bande, die in einem dreiminütigen Video einen Tag im Leben von Hubert Burda nachgespielt hatten.

Besonders emotional wurde es, als Elisabeth Furtwängler ihrem Vater auf der Bühne gratulierte und einige Lieder vortrug. Ein Medley aus seinen Lieblingssongs von „Let it be“ über „Die Liebe ist ein seltsames Spiel“ bis zu „Volare“ und ein ganz persönliches Lied, das sie eigens für ihn geschrieben hatte. „Ich bin wahnsinnig stolz auf meinen Vater“, sagte sie. „Und er ist immer für mich da.“

Sichtlich gerührt bedankte sich Hubert Burda anschließend bei ihr, seiner Frau Maria und allen Gratulanten und gab seinen geschätzten Mitarbeitern einen wichtigen Rat für stürmische Zeiten mit auf den Weg: „Es gehört zum Leben dazu, dass man mal was auf die Schnauze kriegt. Wenn Sie was riskieren, können Sie verlieren. Aber es kommt dann darauf an, aufzustehen und weiterzumachen. Und es gibt ein Lied, das mir in meinen Krisen geholfen hat: ‚I am a rock, I am an island‘ von Simon & Garfunkel. Das habe ich so oft gehört, bis ich selber dieser Fels wurde und aus meiner eigenen Kraft überleben konnte. Und das war die Kraft der Imagination, die Kraft der Vorstellung. Und diese Energie, diese Kreativität spüre ich auch, sobald ich dieses Haus betrete. Das ist einfach das Schönste.“

Die Burda-Vorstände mit origineller Gesangseinlage © Michael Tinnefeld
Ministerpräsident Markus Söder © Sabine Brauer / BrauerPhotos
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter © Sabine Brauer / BrauerPhotos
Hubert Burda und Paul-Bernhard Kallen © Michael Tinnefeld
Philipp Welte, Holger Eckstein, Andreas Rittstieg und Edmund Stoiber © M. Tinnefeld
Lothar Strobach, Christa Maar und Eberhard Schoener © Michael Tinnefeld
Steffi Czerny und Robert Pölzer mit den Tegernseer Buam
Elisabeth Furtwängler, Jacob Burda und Maria Furtwängler © Michael Tinnefeld
Elisabeth Furtwängler bei ihrem Auftritt © Sabine Brauer / BrauerPhotos
Jacob Burda bei der Ankündigung von Markus Söder © Michael Tinnefeld
Patricia Riekel und Helmut Markwort © Michael Tinnefeld
Herbert Henzler, Jan Fleischhauer und Stephan Sattler © Sabine Brauer/BrauerPhotos
Hubert Burda mit seinem langjährigen Freund Fritz Wepper © Michael Tinnefeld
Zu den Feierlichkeiten waren hunderte Gäste zusammengekommen © Michael Tinnefeld
Der BurdaForward-Chor schenkte Hubert Burda ein Ständchen © Sabine Brauer / BrauerPhotos

Gratulationen zum Geburtstag

Verleger Hubert Burda

Mit Hubert Burda Media hat er eines der größten Medienhäuser Deutschlands aufgebaut, das mit vielfältigen Publikationen ein Millionenpublikum unterhält. Nun feiert Hubert Burda seinen 80. Geburtstag und zahlreiche Prominente, Politiker und Chefredakteure aus dem eigenen Haus gratulieren bei Focus Online dem Verleger zu seinem Wiegenfest. In folgendem Panorama sehen Sie eine Auswahl der Gratulanten:

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg

„Hubert Burda ist Badener durch und durch, auch wenn er eine zweite Adresse in München hat. Er ist offen und neugierig und man merkt ihm die badische Lebensfreude deutlich an. Deshalb freue ich mich immer, wenn ich ihn treffe. Als kluger Unternehmer zeichnet ihn seine visionäre Kraft aus, mit der er tief in die Gesellschaft hineinwirkt. Aus dem traditionsreichen Offenburger Druck- und Verlagshaus hat er einen Weltkonzern gemacht. Lieber Hubert Burda, von Herzen alles Gute zum 80. Geburtstag. Und frisch auf, wie es im Badnerlied heißt.“

Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident

„Herzliche Gratulation zu Ihrem 80. Geburtstag! Sie schreiben deutsche und europäische Mediengeschichte. Die Digitalisierung der Medienwelt haben Sie maßgeblich mitgestaltet. Dabei haben Sie immer weit über Ihr Unternehmen hinausgeblickt.“

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

„Verehrter Herr Burda, lieber Hubert, zu Deinem Jubiläumsgeburtstag gratuliere ich Dir ganz herzlich und wünsche Dir, auch im Namen der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, alles erdenklich Gute. Von ganzem Herzen sage ich: „Danke – Du bist ‚a Mensch‘!“

Im Jüdischen braucht es kein extra Adjektiv, um das auszudrücken, wofür selbst Goethe drei Worte brauchte: edel, hilfreich und gut. Das bist Du! Und ergänzen möchte ich: tatkräftig und großherzig, bewundernswert gebildet und klug, voller Witz und Esprit, couragiert und visionär und nicht zuletzt von einem umwerfenden Charme. Das soll noch lange so bleiben! Mazal tov – ad meah ve‘esrim! (Viel Glück – auf ein Leben bis 120!). Deine Charlotte Knobloch.“

Julia Klöckner, Bundeslandwirtschaftsministerin

„Ein Visionär, ein Vordenker in der Medienwelt wird 80: Herzlichen Glückwunsch, lieber Herr Burda! Burda: Ein Begriff. Ein Statement. Und ein gutes Stück deutscher Mediengeschichte in seiner ganzen Bandbreite. Stets im Wandel. Erst Print, dann Digital, jetzt Crossmedial. Mit Hubert Burda ist der Verlag zum Vorreiter geworden. Die Lektüre der Burda-Medien – das gehört nicht nur für uns Politiker dazu, um umfassend informiert zu sein. An ihnen kommt keiner vorbei, ob im Print oder online. Und ja, lieber Herr Burda, ich ärgere mich auch mal über Berichte in Ihren Formaten. Aber das muss so sein. Verantwortlicher Journalismus kennt nicht nur eine Richtung. Dafür stehen Sie seit vielen Jahren, das zeichnet Sie aus. An Geburtstagen wird die Person gefeiert und Ihr Tun gewürdigt – da reicht ein Tag gar nicht aus … Und so wünsche ich Ihnen zu Ihrem Ehrentag, einem runden zumal, Gottes Segen – bleiben Sie heiter und gesund!“

Anja Karliczek, Bundesforschungsministerin

„Hubert Burda ist ein großer Verleger, aber vor allem auch ein Mensch, der sich stark für unser Gemeinwesen engagiert. Mit der Felix Burda Stiftung hat Hubert Burda eine wichtige Organisation geschaffen, deren Ziel es ist, Fortschritte im Kampf gegen Krebs zu erreichen. Dieser Kampf gegen den Krebs eint uns, und wir setzen uns in der Nationalen Dekade gegen Krebs gemeinsam mit vielen anderen dafür ein, möglichst viele Krebsneuerkrankungen in Zukunft zu verhindern. Für dieses gesellschaftliche Engagement danke ich Hubert Burda von Herzen. Zum 80. Geburtstag wünsche ich ihm alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen.“

Sigmar Gabriel, Bundesminister a.D.

„Zu seinem 80. Geburtstag gratuliere ich Hubert Burda von Herzen und hoffe, dass er sich fröhlich im Kreis seiner Familie und Freunde feiern lässt. Denn das hat er wirklich verdient. Wenn ich Hubert Burda als eine der bedeutendsten Unternehmer- und Verlegerpersönlichkeiten bezeichne, wird mir sicher niemand widersprechen. Der promovierte Kunsthistoriker – daran darf man durchaus gerade deshalb erinnern, weil es nicht wenige überraschen dürfte – formte die von seinem Großvater 1903 in Offenburg gegründete Druckerei nach dem Tode seines Vaters 1986 zu einem der größten Medienkonzerne Deutschlands. Burda Moden, Bild+Funk, Bunte, Super Illu, die Computerfachzeitschrift Chip, Freundin und besonders das Nachrichtenmagazin Focus sind Marken, die heute wirklich jede und jeder hierzulande kennt. Focus Money, Focus Online, aber auch die soziale Plattform Xing seien als weitere Beispiele genannt.

Der Grund dieses so umfangreichen wie erfolgreichen Wirkens dürfte in Hubert Burdas Neugierde liegen. Sich nie mit dem Erreichten zufrieden zu geben, gerade das bislang Unbekannte ergründen und ausprobieren zu wollen, sind die herausragenden Eigenschaften der großen Unternehmerpersönlichkeit Hubert Burdas. Dazu gehörte auch, frühzeitig die Risiken und Chancen des digitalen Zeitalters zu erkennen.

Ich erinnere mich noch sehr gut an meinem Besuch der Digitalkonferenz DLD – eine Marke, die wohl nur unter ihm in seinem Haus entstehen konnte – in München im Frühjahr 2018. Er führte aus, dass angesichts der enormen Geschwindigkeit des digitalen Wandels und Entwicklungen wohl in 10 Jahren auch in seinem Unternehmen kein Stein mehr auf dem anderen mehr sein werde.

Mag sein! Wenn jedoch der Geist der Neugier und Aufgeschlossenheit, wie er von Hubert Burda vorgelebt wird, gegenüber heute noch Unbekanntem auch künftig wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie bleibt, wird sein Lebenswerk weiter erfolgreich bestehen und die Herausforderungen meistern! Sehr geehrter Herr Dr. Burda! Alles Gute zu Ihrem 80. Geburtstag!“

Ausgezeichnete Architektur

Ortenaus Landrat Frank Scherer, Ehrenpreisträger Hubert Burda und Architekt Jürgen Grossmann, Initiator des ersten Badischen Architekturpreises © Iris Rothe for HBM

In Offenburg ist viel Burda und in Burda viel Offenburg: Hubert Burda ist der erste Preisträger des Badischen Architekturpreises und erhält ihn als „Ehrenpreis für identitätsstiftende Architektur“ in seiner Heimat.

Die Auszeichnung wurde Hubert Burda im Rahmen einer Feierstunde gestern Mittag in der Fondation Aenne und Franz Burda in Offenburg überreicht und würdigt Hubert Burda als Auftraggeber und Bauherr.

«Was der Eiffelturm für Paris oder die Oper für Sidney sind, das sind der Media Tower und der Medienpark für Offenburg.»

Frank Scherer, Ortenaus Landrat und Schirmherr des Architekturpreises

Großartiges „aufzubauen“ liegt der Familie Burda im Blut, sowohl unternehmerisch als auch im ganz ursprünglichen Wortsinn. Hubert Burda setze die von seinem Vater Franz und Mutter Aenne begonnene Familientradition fort: „Immer wenn er gebaut hat, hat sie gebaut und umgekehrt“, erinnert sich Hubert Burda auch an den architektonischen Wettstreit seiner Eltern in der Kinzigvorstadt von Offenburg.

Initiator und Stifter des ersten Badischen Architekturpreises ist der Architekt und Investor Jürgen Grossmann.

«Die Familie Burda setzt in ihrer Heimatstadt Offenburg seit Jahrzehnten Maßstäbe in Sachen Architektur. Damit haben die Burdas das Bild Badens ganz maßgeblich mitgeprägt. Das Burda-Ensemble ist identitätsstiftend für die gesamte Region, ein Wahrzeichen der Stadt und für viele Badener ein Inbegriff von Heimat. Zudem zeugen all diese Gebäude von viel gestalterischem Feingefühl.»

Jürgen Grossmann, Architekt und Investor

Von Eiermann bis Ingenhoven – ob Franz, Aenne oder Hubert Burda die Bauherren waren, gebaut wurde stets mit den besten Architekten ihrer Zeit. Hubert Burda bedankte sich für den Ehrenpreis und erinnerte in seiner Rede u.a. daran, dass es sein Vater war, der vor 70 Jahren auch die erste, in Europa größte Bau- und Gartenzeitschrift herausbrachte.

«Das Haus war eine der ersten Zeitschriften, die mein Vater gemacht hat.»

Hubert Burda, Verleger

1949 kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieg entwickelte der Senator in Kooperation mit den LBS-Bausparkassen die Zeitschrift. Zur Idee habe ihn damals der rege Häuserbau in Offenburg und Umgebung inspiriert.

Hubert Burda beim Badischen Architekturpreis © Iris Rothe for HBM

„The Culture of Now“

«Die aktuelle Andy-Warhol-Ausstellung des Whitney Museum in New York versetzt mich zurück in die prägendste Zeit meines Lebens!

Über die Disruption von Musik, Kunst und Werbung in den 60er-Jahren in NYC spreche ich mit meinem damaligen Weggefährten und späteren Hearst-COO Gil Maurer.»

Hubert Burda

Generationenaustausch der Innovationsführer Badens

Links von hinten: Jacob Burda, Hubert Burda, Martin Herrenknecht, Martin-Devid Herrenknecht, Achim Kühn (Unternehmenskommunikation Herrenknecht AG). Rechts von hinten: Roland Mack, Thomas Mack, Michael Mack, Kari Albermann (Berater Burda)

Rust: Die drei großen badischen Familienunternehmen Hubert Burda Media, Europa-Park und die Herrenknecht AG wollen künftig mit gemeinsamen Aktionen den Südwesten und speziell die Oberrhein-Region noch stärker voranbringen. Das ist das Fazit eines generationenübergreifenden Treffens der Firmeninhaber jüngst im Europa-Park in Rust.

Auf Initiative von Hubert Burda trafen sich drei der innovativsten Familienunternehmen Badens mit der Absicht, ihre Interessen künftig stärker zu koordinieren. Neben Roland Mack, Martin Herrenknecht und Hubert Burda nahmen auch deren Söhne Michael und Thomas Mack, Martin-Devid Herrenknecht und Jacob Burda an dem Treffen teil. Eines der erklärten Ziele aller drei Unternehmen ist es, jungen Menschen neue Berufsbilder und Zukunftsperspektiven sowohl in der Medien- und Technologiebranche als auch in der Hightech- und Entertainmentindustrie aufzuzeigen. Dazu soll unter dem Motto „Baden Digital“ eine Konferenz ins Leben gerufen werden, an der sich auch Start Up-Unternehmen sowie die Hochschulen Karlsruhe, Offenburg und Furtwangen beteiligen sollen.

Innovationsfähigkeit mit Bodenhaftung

In Zeiten von Disruption und digitaler Business-Transformation ist Innovationsfähigkeit die Voraussetzung für unternehmerisches Wachstum und Zukunftssicherung.

«Uns fehlt in Deutschland oftmals der Mut, uns zu verändern und neu zu erfinden. Wir müssen uns hier in Europa auch bei der Digitalisierung nicht hinter den USA verstecken. Wir haben ein riesiges Potenzial in der Forschung, das es noch stärker zu nutzen gilt. Deutschland ist weit mehr als nur Weltmarktführer im Maschinenbau.»

Michael Mack, geschäftsführender Gesellschafter Europa-Park

Martin Herrenknecht: „Als Exportnation müssen wir für Fortschritt und ambitionierte Zukunftsperspektiven fighten. Unsere kostbarste Ressource sind top ausgebildete junge Leute, frei von Dogmen mit mutigen Visionen“.

Die Unternehmer beider Generationen waren sich dabei einig, dass vor allem die Nähe zu den Mitarbeitern und die Bodenhaftung die größten Stärken von Familienbetrieben sind. Roland Mack, geschäftsführender Gesellschafter Europa-Park: „Mittelständische Familienunternehmen sind die Treiber der deutschen Wirtschaft. Ich bin sehr froh, dass nun die nächste Generation neue Technologien mit großer Leidenschaft vorantreibt. Darin liegt unsere große Chance für die Zukunft“.

Media-Valley zwischen Schwarzwald und Vogesen

«Fernab der Metropolen hat sich entlang des Oberrheins von Karlsruhe über Straßburg und Offenburg bis Freiburg und Basel ein herausragender Medien- und Technologiecluster entwickelt, der seinesgleichen in ganz Europa sucht. Als Medien- und Technologiekonzern in einem Land mit Kultur und Tradition sind wir kontinuierlich auf kreativen Input, auf gut ausgebildete junge Leute, auf high potentials angewiesen.»

Hubert Burda, Verleger

Das Rheintal sei das Media-Valley – so innovativ wie weltweit vielleicht nur noch das Silicon Valley. Die Region mit dem Rhein als frühem „Kommunikationsstrom“ blicke auf über 1000 Jahre Mediengeschichte, erklärt Burda. Im Dreiländereck erfand Gutenberg den Druck, Schongauer den Kupferstich und in Basel stand die erste Papiermühle. Ferdinand Braun, der als Professor der Physik über viele Jahre an den Universitäten Karlsruhe und Straßburg wirkte, hat mit der Braunschen Röhre die Grundlagen für das Fernsehen geschaffen.

Hidden Champions bilden Innovation Hub

Burda, der Europa-Park und Herrenknecht gehören heute zu den großen Innovationstreibern in dieser mediengeschichtsträchtigen Region. Hubert Burda: „Hier in Baden werden Visionen gelebt. Das gilt auch für den weltweit führenden Tunnelbauer Martin Herrenknecht. In Baden treffen sich Hidden Champions aus Medien und Technologie auf höchstem Niveau. Der Europa-Park schafft es, Dreh- und Angelpunkt der Medien zu sein. Neben seinen Fahrattraktionen, Shows und Hotels ist Deutschlands größter Freizeitpark durchaus mit großen Studios wie Babelsberg in Potsdam oder der Bavaria-Filmstadt in München vergleichbar“. Jüngstes Beispiel für ein gemeinsames Projekt von Europa-Park und Burda war erst vergangene Woche die Wahl der „Miss Traumatica Moon Servants 2018“ vom Lifestylemagazin Playboy im Rahmen der von Michael Mack initiierten und international mehrfach ausgezeichneten „Horror Nights – Traumatica“. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit von Playboy und Europa-Park folgt.

Mit zusammen über 20.000 Mitarbeitern und einem geschätzten Umsatz von mehr als fünf Milliarden Euro gehören die drei badischen Unternehmen Hubert Burda Media, Europa-Park und die Herrenknecht AG zu den wirtschaftlichen Schwergewichten in Baden. Die „Big Player Badens“ beschlossen einen künftig regelmäßigen direkten Austausch untereinander.

Marketing-Ehrenpreis für Hubert Burda

Duschan Gert (r.), Präsident des Ortenauer Marketingclubs, übergibt den Marketing-Ehrenamtpreis an Verleger Hubert Burda © HBM

Der Ortenauer Marketingclub hat Hubert Burda den Ehrenpreis 2018 verliehen. Die feierliche Übergabe fand im Vorfeld zur offiziellen Gala (24.11.2018) im Media Tower in Offenburg statt.

Visonär, Vordenker, Symbolfigur

«Dr. Burda ist für uns eine Symbolfigur in der Region Baden, Ortenau und Offenburg. Ich glaube es gibt keinen, der Offenburg und die Region so nach außen getragen hat wie Dr. Burda.»

Duschan Gert, Präsident des Ortenauer Marketingclubs

Hubert Burda habe das Offenburger Familienunternehmen von einer Druckerei und einem Zeitschriftenverlag hin zu einem international agierenden Medien- und Technologiekonzern stetig weiterentwickelt. Hubert Burda sei ein Visionär, ein Mensch, der immer nach vorne geschaut hat. Das sei seine größte Stärke, als Vordenker die Chancen in der Medienwelt frühzeitig zu erkennen und zu ergreifen, so Duschan Gert in seiner Laudatio auf den Ehrenpreisträger 2018.

Engagement für die Heimat

Es gebe heutzutage so viel mehr Preise für alles mögliche als Menschen, die sie entgegennehmen könnten, sagt Hubert Burda eingangs in seiner Dankesrede. Deshalb habe er für sich entschieden, künftig eigentlich keine Preise mehr anzunehmen. Der Ehrenpreis des Ortenauer Marketingclubs jedoch sei eine ganz besondere Ausnahme. Diesen nehme er sehr gerne an, als Anerkennung für das Engagement für seine Heimat. Hier gebe es so viele innovative Köpfe, tüchtige Frauen und Männer, so Burda – heute wie damals und verweist damit auch auf seine Eltern, „zwei Granaten“, die so viel bewegt, so viel erreicht haben. Aenne Burda, die sich als Eisenbahnertochter aus der Unterschicht in der Offenburger Gaswerkstraße Weltruhm erarbeitet hat. Diese beispiellose Erfolgsgeschichte mit der Karrierestart der Wirtschaftswunderfrau Aenne Burda Anfang der 50er Jahre mit Burda Moden wird in einem zweiteiligen Spielfilm am 5. und 12. Dezember um 20.15 Uhr in Das Erste noch mal eindrucksvoll nachgezeichnet.

Globaler Erfolg mit festen Wurzeln

„Mit der Heimat im Herzen hinaus in die Welt“: So lautete schon der Titel von Hubert Burdas Abituraufsatz und diesem Credo ist er bis heute treu geblieben. Dabei war und ist die beständige Veränderungsbereitschaft im Unternehmen Burda stets die Voraussetzung für die Innovationsfähigkeit und damit den Erfolg.

«Heute ist ‚der Laden‘ global geworden, aber immer noch in Offenburg verwurzelt und das ist wichtig.»

Hubert Burda, Verleger

Die Werte in einem Familienunternehmen vermittle er auch seinen Kindern. Er habe von frühester Kindheit an mitgekriegt, dass das, was Du geerbt hast nicht dein Besitz ist, sondern vielmehr ein Pfand, das es an die nächste Generation „vermehrend“ weiterzugeben gelte. „Ich danke sehr für diesen Preis!“

30 Jahre starke Frauen

Hubert Burda mit Schauspielerin Iris Berben © Michael Tinnefeld

Unternehmerischer Mut und eine Vision: Vor 30 Jahren brachte Hubert Burda das internationale Fashion-Magazin Elle nach Deutschland. Am Freitag, den 12. Oktober 2018, fand anlässlich des 30. Geburtstags der deutschen Elle auf Einladung von Burda-Vorstand Philipp Welte, BurdaStyle-Geschäftsführerin Manuela Kampp-Wirtz und Elle-Chefredakteurin Sabine Nedelchev, eine kleine, feine Jubiläumsfeier bei Verleger Hubert Burda in der Münchner Schackstraße statt. In traumhafter Kulisse bei sommerlichen Temperaturen feierten 40 ausgesuchte Gäste aus Mode, Kunst und Wirtschaft den runden Geburtstag. Darunter langjährige Freunde und Wegbegleiter der Elle und des Verlegers. Den Aperitiv gab es im Garten, das Menü im Stadtpalais am Siegestor von Sternekoch Bobby Bräuer.

Topmodel Toni Garrn, das Gesicht der Elle-Jubiläumsausgabe, war aus New York angereist, der internationale Modefotograf Lucian Bor kam aus Paris eingeflogen. Ebenfalls mit dabei: die Schauspielerinnen Iris Berben und Bibiana Beglau, Franziska Gräfin Fugger von Babenhausen, Prinzessin Isabelle zu Hohenlohe-Jagstberg, Judith Milberg, Janina Kugel (Personalvorstand Siemens), ProsiebenSat.1-Vorstand Sabine Eckhardt sowie Beate Wedekind, die erste Chefredakteurin der deutschen Elle.

So kam die Elle nach Deutschland

Am 17. Januar 1988 unterschrieben Verleger Hubert Burda und sein französischer Kollege Daniel Filipacchi in der Arabellastraße in München den Vertrag, den Elle nach Deutschland bringt. Zwei Visionäre, eine Idee: sich für Frauen stark zu machen! Am 21. September 1988 erscheint dann schließlich die erste deutsche Ausgabe. Es war der erste internationale Lizenztitel im Portfolio von Hubert Burda Media. Die ursprüngliche Idee des französischen Mutterblatts, Trends aufspüren und ein mutiges neues Frauenbild zu fördern, wurde mit ihr fortgeführt.

Feminismus im Chanel-Kostüm

Die erste Elle-Ausgabe weltweit erschien am 21. November 1945 in Frankreich. Hélène Gordon-Lazareff, französische Journalistin mit russischen Wurzeln, hat Elle vor 73 Jahren in Paris gegründet – der Beginn einer bis heute andauernden, weltweiten Erfolgsgeschichte. Ein Magazin für Frauen, die frei und selbstbestimmt leben – das wollte Elle sein. Und das in einer Zeit, in der die drei K (Kind, Küche, Kirche) noch das Rollenbild der Frau definierten. Elle überzeugte mit Eigensinn, Haltung und einem neuen Konzept. Die erste Ausgabe drehte sich um das uneingeschränkte Wahlrecht für Frauen, ein Rezept für Croque Monsieur, sowie Tipps, wie alte Kleider mit wenigen Handgriffen wieder neu erstrahlen. Diese Kombination aus politischer Stellungnahme und Themen rund um aktuelle Saumlängen und angesagte Frühlingsfarben war bis dato undenkbar. Schnell avancierte Elle zu einem Symbol des gesellschaftlichen Wandels. Elle berichtete, hinterfragte, klärte auf. Und vergaß dabei nie, was das Leben schön macht – Mode!

Von Elle entdeckt

Ihre Fähigkeit, den Zeitgeist vor anderen aufzunehmen, Trends und Schönheitsideale abzuleiten und journalistisch aufzubereiten, machten Hélène Gordon-Lazareff zu einer der wirklich erfolgreichen Frauen ihrer Zeit. 1949 entdeckte sie die bis dahin unbekannte Brigitte Bardot, als sie sie auf einem Bahnsteig sah und ihr hinterherrief: „Melden Sie sich bei mir! Wir müssen Fotos von Ihnen machen lassen!“ Vier Monate später war sie auf der Titelseite der französischen Elle. Auch die deutsche Elle hat viele Topmodels und Stil-Ikonen über die Jahre hinweg begleitet: Carla Bruni, Cindy Crawford, Tatjana Patitz, Linda Evangelista, Laetitia Casta, Diane Kruger sowie Claudia Schiffer, schon kurz nachdem sie entdeckt wurde – sie alle waren auf dem Cover und in Modestrecken, die schönsten Frauen der Welt, geshootet von Top-Fotografen.

Weitere Impressionen der Veranstaltung finden Sie auf Flickr.

Historischer Erfolg für die Verlage

Verleger Hubert Burda hatte 2006 EU-Kommissare (hier Charlie McCreevy) in den Medienpark nach Offenburg eingeladen, um für die Interessen der Verlage in einer digitalen Welt einzutreten © Wilfried Beege

Seit vielen Jahren hatte Verleger Hubert Burda gemeinsam mit zahlreichen Unterstützern leidenschaftlich darum gekämpft, nun rückt ein eigenes Leistungsschutzrecht für die Verlage auf europäischer Ebene in greifbare Nähe. Das Europaparlament in Straßburg hat heute nach einem fast zwei Jahre andauernden Streit den Bericht zur Urheberrechtsreform gebilligt, der erstmals auch das sogenannte Europäische Verlegerrecht enthält. Mit Blick auf die hitzigen Debatten der vergangenen Wochen ist das Abstimmungsergebnis von 438 Befürwortern zu 226 Gegenstimmen ein enormer Erfolg.

Gegen alle Widerstände

Auf maßgebliches Betreiben des ehemaligen VDZ-Präsidenten Hubert Burda wurde von der EU-Kommission im September 2016 ein Europäisches Presseleistungsschutzrecht vorgeschlagen. Es soll Verlage in eine bessere Verhandlungsposition gegenüber Suchmaschinen und Aggregatoren versetzen und dazu beitragen, die Erlöse entlang der journalistischen Wertschöpfungskette fairer zu verteilen. Seither wurde über die Vorschläge der Kommission heftig gestritten. Während sich Verlagsvertreter und Journalistenverbände für den zwischenzeitlich erarbeiteten Kompromiss des Berichterstatters Axel Voss einsetzten, führten die Gegner des neuen Gesetzes, zu denen die großen internationalen Plattformbetreiber und Vertreter der Netzgemeinde gehören, eine emotional aufgeheizte Debatte, die sich an der Behauptung entzündete, das freie Hyperlink-Setzen und damit die allgemeine Freiheit im Internet könnten bedroht sein. Obwohl der Berichterstatter im federführenden Rechtsauschuss immer wieder darauf verwiesen hat, dass es für Privatpersonen zu keinerlei Einschränkungen beim Teilen von Inhalten kommen würde, hat das gegnerische Lager auch nicht vor großangelegten und von U.S.-Plattformen finanzierten Desinformationskampagnen Halt gemacht. Dies hatte im Juli 2018 schließlich dazu geführt, dass die zunächst positive Entscheidung des Parlaments in Bezug auf den Urheberrechtsbericht in einer weiteren Abstimmung gekippt wurde. Die langjährige, intensive Arbeit von Abgeordneten aus fünf verschiedenen Ausschüssen wurde damit in Frage gestellt und für weitere Änderungsanträge geöffnet. Trotz zahlreicher Änderungsanträge, die entweder eine Streichung oder eine Verwässerung des Verlegerrechtes vorgesehen hätten, konnte sich der Berichterstatter Axel Voss am Ende durchsetzen. In den sogenannten Trilogverhandlungen wird nun weiter über den Text beraten.

Ehre, wem Ehre gebührt

Eine breite Allianz von Verlegern, Journalisten, Künstlern und Kreativen hat für das heutige Abstimmungsergebnis gekämpft, das nicht ohne die politische Weitsicht von Verleger Hubert Burda möglich gewesen wäre. Schon 2013 hatte er – gegen den weltweiten Trend des Abbaus von Urheberrechten – zusammen mit dem VDZ ein deutsches Leistungsschutzrecht für Presseverleger errungen. Nachdem sich der deutsche Markt angesichts der Marktmacht von Plattformen wie Google jedoch zunächst als zu klein erwiesen hatte, um das neue Recht effektiv durchsetzen zu können, sollte mit einem europaweiten Verlegerrecht die nächste Hürde genommen werden. Die Entscheidung des Europäischen Parlamentes ist damit nicht nur ein persönlicher Erfolg für Hubert Burda, sie ist auch ein bedeutender Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung der Erlöse in der gesamten europäischen Medienindustrie und sendet nach den Kartellentscheidungen im Fall von Google erneut eine klare Botschaft an die Adresse der internationalen Plattformgiganten: Europa allein macht die Spielregeln, an die andere sich hier zu halten haben.

Verleger Hubert Burda (damals VDZ Präsident) sprach schon 2014 mit dem EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso über die Notwendigkeit eines europaweiten Leistungsschutzrechts © Lander Loeckx

Quartier Senator Burda eingeweiht

Oberbürgermeisterin Edith Schreiner enthüllt die von Hubert Burda gestiftete Büste des Senators Franz Burda zur Einweihung des Quartiers Senator Burda auf dem ehemaligen Areal der Alten Burda-Druckerei © Iris Rothe für Hubert Burda Media

Hubert Burda hat am vergangenen Freitag zusammen mit Oberbürgermeisterin Edith Schreiner das neu gestaltete Stadtquartier am „Senator Franz Burda Park“ in Offenburg eingeweiht. Die nach seinem Vater benannte, frisch angelegte Parkanlage rahmt die neu bebaute Kronenwiese ein, das rund 30.000 Quadratmeter große Areal, auf dem ehemals die Alte Burda Druckerei stand. Burda hatte das Areal 2013 an ein Investoren-Trio verkauft. Seitdem sind hier in rund vier Jahren ein großes Gesundheitszentrum, ein Hotel, Gastronomie, ein Bauherrenzentrum, ein Parkhaus und zahlreiche Wohnungen entstanden. Das denkmalgeschützte alte Verwaltungsgebäude der Druckerei wurde komplett saniert, trägt heute den Namen Helios-Gebäude und beherbergt die Mitarbeiter von BurdaDirect. Insgesamt wurden 70 Millionen Euro in die Neugestaltung des Areals investiert.

Das Alte im Neuen verbunden

Durch die Namenswidmung des neu entstandenen Stadtquartiers mit Parkanlage werden die Erfolgsgeschichte des Unternehmens Burda, die auf diesem Boden ihren Anfang nahm, und der damit eng verknüpfte wirtschaftliche Aufschwung der Stadt Offenburg weiter in die Zukunft getragen. Hier am Ufer der Kinzig hat Senator Franz Burda Anfang der 50er Jahre seine erste Großdruckerei gebaut und seine Phantasie, seine Visionen mit großer unternehmerischer Leistung in die Realität umgesetzt. Burda entwickelte sich rasant zum größten Arbeitgeber der Stadt und ist heute ein Medien- und Tech-Unternehmen auf internationalem Parkett mit einem Milliarden-Umsatz. Ein Vermächtnis des Senators an seine Kinder und Kindeskinder – „ein Pfand, das vermehrt an die folgenden Generationen weitergegeben werden soll“, wie es Hubert Burda stets verstanden hat und dieses Wertempfinden auch an seine Kinder weitergibt.

Ein Ort der Begegnung

Die offizielle Einweihung des attraktiven Stadtentrées mit dem Senator Burda Park wurde mit einem großen Bürgerfest gefeiert. Alle Gebäude konnten an diesem Tag der offenen Tür auch besichtigt werden. Gaukler, Zauberer, Akrobaten und Musiker des Europaparks sorgten für Unterhaltung. Die Burda-Betriebskapelle spielte auf, Streetfoodtrucks kredenzten badische Spezialitäten, Freibier und Eis gab es zur Abkühlung bei hochsommerlichen 30 Grad und strahlend blauem Himmel. Im Foyer des Helios-Gebäudes konnten die Besucher des Fests eine Ausstellung zu Senator Franz Burda sehen. Auch eine der vielen erfolgreichen Magazinerfindungen des Senators konnten die Besucher live erleben. Passend zu einer Park-Einweihung präsentierten die Kollegen von Mein schöner Garten ihre Produkte und gaben auf Wunsch selbstverständlich auch gärtnerische Expertentipps. Bei einer Schnitzeljagd über das Gelände konnten die Teilnehmer attraktive Preise gewinnen. Der Erlös des Bürgerfests kommt dem Freiburger Förderverein für krebskranke Kinder zugute.

Ein Auge auf seine Kronenwiese wird Senator Franz Burda auch in Zukunft haben. Sein Konterfei steht jetzt als 64 Zentimeter große Büste auf einem steinernen Sockel am Eingang des Senator Burda Parks.

Auszeichnung für Lebenswerk

blog-1
Preisträger Hubert Burda und Kress-Chefredakteur Bülend Ürük

Hubert Burda ist im Rahmen eines Empfangs zu seinem 78. Geburtstag am Unternehmenssitz Offenburg für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Bülend Ürük, Chefredakteur des Medienfachdienstes Kress, überreichte dem Verleger den Kress-Award 2017 im Namen von Herausgeber und Chefredaktion des Kress Reports.

„Ein Vorbild und Leuchtturm“:

Das sei der stets neugierige, universal interessierte Verleger Hubert Burda in der Medienlandschaft, betonte Bülend Ürük. In seiner Laudatio zur Preisverleihung würdigte Ürük Hubert Burda als Visionär der Digitalisierung, als einen Verleger, der „seiner Zeit manchmal zehn Jahre voraus“ gewesen sei und zitiert Hubert Burda aus einer Rede im Jahr 1995: „Die digitale Revolution führt uns von der postkapitalistischen in die Knowledge-Gesellschaft. Wissen, Information, Kommunikation wird zur dominierenden Ware.“ Hubert Burda stehe wie kein zweiter für Print und Digitales, für Neues, für das Verbindende in der Branche, so Ürük. „Stets neugierig zu sein, den Weg immer weiter zu gehen, keiner Mühe auszuweichen, lebenslang zu lernen und den Wandel als ständigen Begleiter zu begreifen“ – diese Einstellung Hubert Burdas helfe gerade in herausfordernden Zeiten.

„Mit der Heimat im Herzen hinaus in die Welt!“

In seiner Dankesrede nahm Hubert Burda u.a. Bezug auf die mediengeschichtliche Bedeutung der Oberrheinregion vom Buchdruck bis zur Digitalisierung, die Bedeutung von Karlsruhe als eigentliche Internet-Hauptstadt mit der ersten E-Mail in Deutschland vor fast 35 Jahren und die dazugehörigen Hochschulstudiengänge für die Berufe der Zukunft. „An dieser Zukunft müssen die Oberrheinregion und Offenburg weiter partizipieren.“ Dazu trage nicht zuletzt auch der stetige Wandel im heute weltweit agierenden Medienunternehmen Burda bei.

Bildrechte: Hubert Burda Media, Fotocredit: Iris Rothe